KW 23: Lost in Libyen
DAS Pressespiegel vom 02.06.12 - 08.06.12
(Links zu den Originalbeiträgen, keine Haftung der DAS e.V.!)
Wie "milde" ist eigentlich eine lebenslange Haftstrafe für einen Greis? Vielen Ägyptern offensichtlich immer noch zu milde: Das Urteil gegen den Ex-Machthaber Hosni Mubarak, vor allem aber die Freisprüche für seine Söhne riefen neue Protestwellen hervor. Die Lage vor den Stichwahlen zur Präsidentschaft bleibt angespannt. Entsprechend überwiegen Sorgenzeilen Ägyptens dieswöchiges Bild in den deutschen Medien.
Lost in Libyen - Vieles ist in Libyen verloren gegangen: Gaddafis Macht, viele Leben, in letzter Zeit auch zunehmend die Hoffnung auf eine schnelle Stabilisierung unter der neuen Führung - und nun auch noch Claudia Roth! Man mag es kaum glauben, aber deutsche Medien sorgten sich diese Woche scheinbar mehr um die in Libyen gestrandete aber nicht wirklich gefährdete Grünen-Chefin und ihre Zwangspausen-Basartänze als um die Zukunft des Landes. Solange sie keinen Teppich nach Deutschland schmuggelt ...
In Nigeria hat sich diese Woche ein schweres Flugzeugunglück ereignet. Und leider auch schon wieder ein blutiger Anschlag auf eine Kirche. "Ein verrrücktes Land", findet Österreichs Außenminister Michael Spindelegger, sieht aber dennoch enorme Chancen: wirtschaftliche!
Malis Krise bleibt weiterhin ungelöst, nun fordern die Afrikanische Union (AU) und die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS einen internationalen Militäreinsatz mit Unterstützung der UNO. Auch in Hinblick auf ein anderes Land lässt die AU derzeit aufhorchen: Es gibt Streit um die Teilnahme von Sudans Machhaber Omar al-Bashir am AU-Gipfel. Gastgeber Malawi wollte den vom Internationalen Strafgerichtshof gesuchten Präsidenten nicht ins Land lassen. Nun ist unklar, ob der Gipfel überhaupt in Malawi stattfindet.
Die Süddeutsche widmete sich diese Woche mit einem Special um eines der letzten Stücke Mittelalter in Afrika: die immer noch existierende Sklaverei in Mauretanien.
Und sonst?! Ein historischer Machtwechsel in Lesotho, Wahlen ohne Legitimation in Algerien, hungerstreikende Blogger in Tunesien, Reformträume in der D.R. Kongo, noch ein Flugzeugunglück in Ghana, Streit um afrikanische Flüchtlinge in Israel, Opern in Burkina Faso, eine unbezahlte Hochzeit in Südafrika, Elefanten in Kenia und ein Yeti in Namibia.
Wir wünschen ein torreiches Fußball-Wochenende!
DAS Leseempfehlung der Woche
Die Löwen sind los! - In der aktuellen Printausgabe des Stern schreibt Marc Goergen auf acht Seiten über den wirtschaftlichen Wandel in Afrika! Sehr lesenswert, wenn auch leider nicht online verfügbar!
Ägypten
- Auf der Suche nach Beweisen (sueddeutsche.de, 02.06.)
Ägypten wartet auf das Urteil gegen Ex-Präsident Mubarak - doch der Ausgang des Prozesses ist ungewiss. Obwohl die Verbrechen während der Revolution gewissermaßen vor den Augen der Welt geschahen, erweist sich die Beweisführung als erstaunlich schwierig.
- Lebenslange Haft für Mubarak (welt.de, 02.06.)
Der ehemalige ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak ist der Todesstrafe entkommen: Ein Kairoer Gericht verurteilte den 84-Jährigen zu lebenslanger Haft. Mubarak könnte dagegen Berufung einlegen.
- Mubarak nach Urteilsverkündung in Tränen (welt.de, 02.06.)
Der zu lebenslanger Haft verurteilte ägyptische Ex-Präsident Husni Mubarak ist auf dem Weg zum Tora-Gefängnis zusammengebrochen. Ärzte mussten ihn in an Bord eines Helikopters behandeln.
- Ägypter schimpfen über milde Urteile gegen Mubarak-Clan (spiegel.de, 02.06.)
Lebenslange Haft für den Despoten: Zunächst feierten die Menschen auf den Straßen Kairos die Bestrafung von Husni Mubarak. Doch dann schlug der Jubel in Zorn um - denn die Söhne des ägyptischen Ex-Diktators wurden vom Gericht freigesprochen.
- Der tiefe ägyptische Groll über ein "mildes Urteil" (welt.de, 03.06.)
Das Mubarak-Urteil stößt auf Unverständnis bei vielen Ägyptern – ebenso die Freisprüche für Mubaraks Söhne und Militärs. Nutznießer könnte der Präsidentschaftskandidat der Muslimbrüder sein.
- Ein Urteil, das ein Volk beleidigt (sueddeutsche.de, 03.06.)
Lebenslange Haft für einen Greis und seinen sadistischen Handlanger: Vielen Ägyptern gehen die Urteile gegen den ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak und seinen Innenminister Habib el-Adli nicht weit genug. Dass die anderen Angehörigen des alten Regimes freigesprochen wurden, schürt den Zorn der Bevölkerung - und schnürt jeglichen Demokratieversuchen die Luft ab.
- Der alte Machtapparat bleibt unbehelligt (zeit.de, 03.06.)
Die Komplizenschaft zwischen Polizei und Innenministerium ist ungebrochen. Kein gutes Omen für eine demokratische Zukunft Ägyptens, kommentiert Martin Gehlen.
- "Ich würde sie selbst töten" (tagesspeigel.de, 03.06.)
Samir Ahmed hat seinen Sohn während des ägyptischen Aufstands vor anderthalb Jahren verloren. Der Freispruch von sechs verantwortlichen Polizisten am Samstag treibt ihn wieder auf den Tahrir-Platz.
- Glaubenskrieg der Mubarak-Erben (spiegel.de, 04.06.)
Die milden Strafen gegen den Mubarak-Clan haben das politische Klima in Ägypten kurz vor der Präsidentenwahl endgültig vergiftet. Beide Kandidaten wollen von der Wut der Bevölkerung profitieren. Juristen halten das Urteil für anfechtbar: Der Ex-Diktator könne schon bald freikommen.
- Neue Konfrontation vor Stichwahlen in Ägypten (ftd.de, 05.06.)
In Ägypten hat sich eineinhalb Wochen vor der letzten Runde der Präsidentschaftswahl der politische Konflikt wieder dramatisch zugespitzt.
- Ägyptens Revolution ist noch lange nicht zu Ende (welt.de, 06.06.)
Nach den Freisprüchen von Mubaraks Söhnen und den Militärs halten die Proteste an. Die Urteile haben nicht nur starke Auswirkungen auf das Land, sondern auch auf die anstehende Präsidentschaftswahl.
- Ägyptens Militärrat droht mit eigener Verfassung (welt.de, 06.06.)
Kurz vor der Stichwahl des Präsidenten stehen noch nicht einmal die Grundsätze für eine neue Verfassung. Kompromissbereit sind weder Politiker noch Demonstranten. Die Generäle verlieren die Geduld.
- Parteien einigen sich auf Verfassungsgebende Versammlung (faz.net, 07.06.)
Der Militärrat und die politischen Parteien in Ägypten haben sich auf die Bildung einer Verfassunggebenden Versammlung verständigt. Vorausgegangen waren dreimonatige Beratungen.
- Revolutionäre fordern neue Wahlen (nzz.ch, 07.06.)
Ägyptens Militärjunta verlangt von den Parteien eine Einigung zur Zusammensetzung der Konstituante. Den Muslimbrüdern passt dies nicht ins Konzept.
- Verzicht der Islamisten ermöglicht Einigung in Ägypten (zeit.de, 08.06.)
Wochenlang scheiterte die Bildung des Verfassungsgremiums, weil viele eine Dominanz islamistischer Parteien fürchteten. Die verzichteten nun auf einen Teil ihrer Sitze.
Libyen
- 24 Söldner Gaddafis verurteilt (taz.de, 04.06.)
Ein libysches Militärgericht verurteilt 24 Söldner aus der Ukraine, Weißrussland und Russland zu harten Strafen. Sie sollen Raketen gegen Nato-Flugzeuge in Stellung gebracht haben.
- Bewaffnete stürmen Flughafen in Tripolis (spiegel.de, 04.06.)
Angehörige einer Miliz haben stundenlang den Airport von Tripolis eingenommen. Sie fordern, dass das Schicksal ihres entführter Anführers geklärt wird.
- Grünen-Chefin Claudia Roth sitzt in Tripolis fest (welt.de, 05.06.)
Claudia Roth sitzt auf dem Flughafen von Tripolis fest. Der Airport war von bewaffneten Milizen mit einem Panzer besetzt worden. Die gewonnene Zeit nutzte die Grünen-Chefin für einen Tanz auf dem Basar.
- Claudia Roth in Libyen zu allem entschlossen (welt.de, 06.06.)
Nach der Erstürmung des Flughafens Tripolis sitzt Claudia Roth fest, schlägt sich nach Tunesien durch. Die Grünen-Chefin flirtet mit den Grenzposten und freut sich über einen, der sich um sie sorgt.
- Lost in Libyen (spiegel.de, 06.06.)
Grünen-Chefin Claudia Roth ist bei einer Reise nach Libyen in Schwierigkeiten geraten: Eigentlich wollte sie von Tripolis aus per Flugzeug nach Tunis reisen. Doch das ging nicht - die resolute Grünen-Frau musste sich stattdessen auf dem Landweg durchschlagen.
- Roth tanzt auf dem Basar von Tripoli (taz.de, 07.06.)
Einen unfreiwilligen Extra-Aufenthalt in Tripolis nutzt Grünen-Chefin Roth für einen Tanz auf dem Basar. Dann wurde es ihr zu bunt. Trotz Sicherheitsbedenken fuhr sie über Land nach Tunesien.
Nigeria
- Anschlag in Nigeria fordert 15 Todesopfer (sueddeutsche.de, 03.06.)
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche im Norden Nigerias sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Mehr als 30 Menschen wurden bei dem Anschlag in der Stadt Bauchi verletzt.
- Flugzeug stürzt über Stadt ab - alle Passagiere tot (welt.de, 03.06.)
Bei einem Flugzeugabsturz in der nigerianischen Metropole Lagos sind alle 153 Passagiere gestorben. Die Boeing stürzte in ein Gebäude, vorher streifte sie eine Hochspannungsleitung.
- Flammeninferno im Häusermeer (taz.de, 04.06.)
Bei dem Flugzeugabsturz in Lagos starben nicht nur die 153 Insassen, sondern auch eine unbekannte Zahl von Menschen am Boden. Die Ursache ist unklar.
- Dana Air verliert Lizenz (faz.net, 05.06.)
Mehr als 40 Menschen starben am Boden, 153 Passagiere kamen ums Leben: Die Bergungsarbeiten an der Absturzstelle in Lagos gehen weiter. Die Fluggesellschaft verlor ihre Lizenz.
- "Verrücktes Land" mit enormen Chancen (derstandard.at, 07.06.)
China und Indien investieren, Europa hinkt hintennach - Österreichs Außenminister Spindelegger mit Wirtschaftsdelegation in Lagos
Mali/Azawad
- Tuareg nun doch gegen islamisches "Azawad" (faz.net, 02.06.)
Die Tuareg-Rebellen im Norden Malis haben die Gründung eines Staates zusammen mit der Islamistengruppe Ansar Dine nun doch abgelehnt. Grund sei die unnachgiebige Haltung der Islamisten, die das Scharia-Recht einführen wollten.
- Hoffen auf den Frieden (faz.net, 04.06.)
Die Lage im Norden Malis ist verworrener denn je. Erst wollten die Tuareg nicht mit den Islamisten, dann doch, dann doch nicht. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Tausende Menschen sind schon ins Nachbarland Mauretanien geflohen. Von Thomas Scheen.
- Afrikanische Union fordert Militäreinsatz in Mali (zeit.de, 08.06.)
In Mali kämpfen rivalisierende Milizen um die Macht, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Afrikanische Union will intervenieren – mit Unterstützung der UN.
- Afrika fordert UN-Intervention im Norden Malis (nzz.ch, 08.06.)
Bei einer Konferenz in Abidjan haben sich Vertreter der Afrikanischen Union (AU), der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) und der Vereinten Nationen am Donnerstagabend darauf geeinigt, formell die Uno um Unterstützung bei einer Militärintervention im Norden Malis zu ersuchen.
Sudan
- Strafgerichtshof drängt Sicherheitsrat zu Härte gegen Sudan (derstandard.at, 05.06.)
Verhaftung Bashirs könnte "dramatischen Wandel" im Darfur-Konflikt bedeuten.
- Malawi: Khartums Machthaber unwillkommen (nzz.ch, 08.06.)
Malawi hat nach einer Meldung der BBC seine Bereitschaft zurückgezogen, Gastgeber des nächsten Gipfels der Afrikanischen Union (AU) im Juli zu sein. Die AU hatte von Malawi verlangt, auch den sudanesischen Machthaber Bashir, der per Haftbefehl vom Interationalen Strafgericht (ICC) in Den Haag gesucht wird, als Gipfelteilnehmer zu akzeptieren.
Sklaverei in Mauretanien
- Sklaven statt Islamisten (sueddeeutsche.de, 05.06.)
Glaubt man Menschenrechtlern, dann bekämpft die autoritäre mauretanische Regierung Sklaverei in ihrem Land nur auf dem Papier. Doch im Westen kritisiert kaum ein Staat Mauretanien dafür öffentlich. Warum eigentlich?
- "Als früherer Sklave bist du nichts" (sueddeutsche.de, 05.06.)
Überall auf der Welt ist Leibeigenschaft verboten, auch im westafrikanischen Mauretanien. Doch tatsächlich lebt in dem Land jeder fünfte Einwohner in Unfreiheit. Weiße Mauren befinden über schwarze Araber, als wären sie eine Sache, auch Kinder müssen arbeiten. Der Aktivist Biram Dah Abeid versucht die Sklaven zu befreien - jetzt droht ihm der Tod durch den Strang.
- "Ich dachte, Wegrennen wäre Sünde" (sueddeutsche.de, 06.06.)
Yahya ould Brahim hat Mauretanien verlassen, um der Strafe seiner Sklavenhalter zu entgehen. Er durchlitt das Elend der Bootsflüchtlinge und schlug sich bis Paris durch. Erst dort verstand er, dass niemand das Recht hat, einen anderen Menschen zu besitzen.
- "Mit zwölf wurde ich von meinem Herrn schwanger" (sueddeutsche.de, 06.06.)
Frederik Obermaier und Niklas Schenck treffen Mbarka Mint Essatim nur virtuell, als schwarzen Schleier hinter einem Laptop. Sie sitzt im Schneidersitz in einem kahlen Raum im Haus des Aktivisten Biram Dah Abeid, und mit Hilfe eines Übersetzers erzählt sie ihre Geschichte.
Und sonst?
- Desertec-Strom wird zum globalen Projekt (welt.de, 02.06.)
Die in Deutschland gegründete Desertec Foundation verfolgt inzwischen globale Ziele. Nicht nur in Europa, auch in Asien und Südamerika sollen Industrie und Metropolen mit Wüstenstrom versorgt werden.
- Yeti wirbelt Staub auf (welt.de, 02.06.)
Weil Skoda ins lukrative Geschäft mit Kundenreisen einsteigen will, testete die VW-Tochter den Allrad-SUV in Namibia.
- Tote bei Flugzeugunglück in Accra (spiegel.de, 02.06.)
Die Frachtmaschine soll einen voll besetzen Minibus getroffen haben: Am Samstag verunglückte ein Cargo-Flugzeug auf dem internationalen Flughafen in Ghanas Hauptstadt Accra. Mindestens zehn Menschen starben.
- Tödlicher Fortschritt am Turkana-See (spiegel.de, 03.06.)
Hunderttausenden Menschen droht eine ökologische Katastrophe: Ein gigantischer äthiopischer Staudamm könnte dazu führen, dass der Turkana-See in Kenia noch weiter austrocknet. Die Region gilt jetzt schon als eine der gewalttätigsten Afrikas - die Konflikte würden sich weiter verschärfen.
- Der Drachenbaum-Blues (spiegel.de, 03.06.)
Die Insel Sokotra vor Ostafrika ist ein Wunder der Natur, sie hat sich bislang in paradiesischer Isolation entwickelt: Mehr als tausend Pflanzen- und Tierarten gibt es nur dort. Jetzt bedroht die Zivilisation das Idyll.
- Zumas Sohn wegen offener Rechnung gepfändet (derstandard.at, 03.06.)
Südafrika: Edward Zuma hat 140.000 Euro für Hochzeit nicht bezahlt.
- Lesen unter dem Vulkan (sueddeutsche.de, 04.06.)
Sie hätte sich eine Modeboutique vorstellen können, oder eine Kneipe. Aber dann brach 2002 wieder einmal der Vulkan aus und spuckte der Kongolesin Lumuna ein verkohltes Buch vor die Füße. Und damit die Idee zu einem Buchladen. Doch was lesen Menschen in einem Kriegs- und Katastrophengebiet?
- Schlingensiefs Flamme knistert wieder (zeit.de, 06.06.)
In Afrika wollte Christoph Schlingensief den Tod abhängen. Sibylle Dahrendorf begleitete den Regisseur für ihren Film "Knistern der Zeit" in sein afrikanisches Operndorf.
- Reform soll für saubere Wahlen sorgen (taz.de, 06.06.)
D.R. Kongo: Eine Reform der Wahlkommission soll Manipulationen wie bei den Wahlen 2011 in Zukunft verhindern. Kardinal Monsengwo, Oberhaupt von Kongos Katholiken, kritisiert die Wahlfälschung.
- Amboseli ist wieder ein Park mit Elefanten-Garantie (welt.de, 07.06.)
Der Amboseli-Nationalpark am Fuße des Kilimandscharo in Kenia ist eines der letzten Elefantenparadiese in Afrika. Die Dickhäuter verspeisen 250 Kilogramm Grünzeug am Tag. Ein Grund mehr, aufzuforsten.
- In Burkina Faso entsteht das afrikansiche Bayreuth (welt.de, 07.06.)
"Knistern der Zeit" ist die letzte Doku über Christoph Schlingensief. Sie holt den Ausnahmekünstler zurück ins Leben und zeigt, wie sein Traum von einem afrikanischen Operndorf realisiert wird.
- Einwanderer - das afrikanische Problem Israels (welt.de, 07.06.)
Israel hat ein Flüchtlingsproblem. Tausende Afrikaner leben mittlerweile in Tel Aviv und Jerusalem. Die Politik ist hilflos, die Einheimischen wütend. Zuletzt flogen Brandbomben gegen Migranten.
- Konys Armee entführt Hunderte Kinder in Afrikas Dschungel (spiegel.de, 07.06.)
Auf seiner Flucht verschanzt sich Joseph Kony tief im afrikanischen Urwald. Das hindert den ugandischen Rebellenchef nicht daran, weiter Kinder zu entführen. Laut Uno verschleppte seine Truppe seit 2009 Hunderte Jungen und Mädchen. Diese werden als Soldaten eingesetzt - oder als Sklaven missbraucht.
- Halleluja der Ambivalenz (sueddeutsche.de, 07.06.)
Brünhilde für Hungernde? Die Doku "Knistern der Zeit" begleitet Christoph Schlingensiefs Traum von einem Operndorf in Burkina Faso. Was als weltfremde Künstlerphantasie begonnen hat, hat sich zu einem realen Entwicklungshilfeprojekt ausgewachsen.
- Hungern für die Pressefreiheit (taz.de, 07.06.)
Tunesien: Während des Prozesses gegen den früheren Staatschef Ben Ali nahm die Miltärpolizei einem Blogger zwei Kameras ab. Deswegen hungert er jetzt. Fünf Kollegen machen mit.
- Historischer Machtwechsel im Königreich Lesotho (derstandard.at, 07.06.)
Monarch ernennt Oppositionsführer Thabane zum Regierungschef.
- "Ausländer raus" aus Ghana (taz.de, 08.06.)
Asiaten und Nigerianer ergreifen ihre Chancen im blühenden Einzelhandel des westafrikanischen Boomlands Ghana. Dem schiebt die Regierung jetzt einen Riegel vor.
- Wo Flüchtlinge "Infiltranten" heißen (tagesspiegel.de, 08.06.)
In Israel nimmt der Rassismus gegen Afrikaner massiv zu. Nicht nur Rechten, auch der Regierung gelten sie als Grund vieler Probleme.
Die Auswahl ans Links zu Afrika-relevanten Beiträgen in deutschen Medien kann keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Bislang werten wir nur die Online-Auftritte von welt.de, sueddeutsche.de, faz.net, spiegel.de, zeit.de, taz.de, tagesspiegel.de, ftd.de, nzz.ch und derstandard.at aus. Hinzu kommen einzelne Beiträge aus anderen nationalen und internationalen Medien. Wir hoffen, dies in Zukunft erweitern zu können.
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