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ANC @ 100

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ANC101

Heindri Bailey (Bild: Marit Arnold)

 

"ANC @ 100: From Elite Formation to People's Movement"

Vortrag und Diskussion mit Heindri Bailey

 

Datum: 22. Mai 2012, 18:30 Uhr

Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Berlin

 

 

 

100 Jahre nachdem in Bloemfontein der South African Native National Congress (SANNC), der 1923 zum African National Congress (ANC) werden sollte, als Antwort auf die Diskriminierung schwarzer Südafrikanier durch die damalige Regierung gegründet wurde, ist die ehemalige Befreiungsbewegung die bestimmende politische Kraft in Südafrika. Der ANC ist dabei weitaus mehr als "nur" eine politische Parteei, die mit übergroßer Mehrheit regiert. Nach wie vor versteht es der ANC, sich als Volksbewegung, soziale "Universalorganisation" und als prägendens Phänomen der spezifischen politischen Kultur Südafrikas zu behaupten. Nichts führt auch im 18. Jahr des neuen, demokratischen, pluralistischen Südafrika, am ANC vorbei. Paradoxerweise scheint ihmr die festellbare Unzufriedenheit der Südafrikaner mit der (ANC-)Regierung nur wenig anzuhaben. Doch wie lange kann das noch so bleiben? Und wie lange lassen sich die zahlreichen Strömungen innerhalb des ANC bzw. der sogenannten Tripartite Alliance (mit der Gewerkschaftsorganisation COSATU und der South African Communist Party - sie treten bei Wahlen stehts gemeinsam unter dem Dach des ANC an) noch unter ein Dach bringen? Quo vadis, ANC?, fragen sich nicht nur viele Südafrikaner.

 

Heindri Bailey, CEO der Kapstädter Politberatungsagentur Managing for Excellence, ist als langjähriger Berater der ANC ein ausgezeichneter Kenner der politischen Szene Südafrikas sowie der inneren Stuktur und Dynamix des ANC. Bei seinem Vortrag gab er intensive und spannende Einblicke in die Geschichte und gegenwärtige Verfassung des ANC und zeigte verschiedene Zukunfstperspektiven auf, die allesamt davon ausgehen, dass der ANC auch auf absehbare Zeit noch der dominierende Faktor in Südafrika bleiben wird, wenngleich er sich an die Bedingungen eines demokratischen Staatswesen weiter werde anpassen müssen. Etwa 20 Zuhörer engagierten sich daraufhin in einer überaus kenntnis- und aufschlussreichen Diskussion.