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Der Deutsche Afrika-Preis 2012 geht an die Südafrikanerin Marlene Le Roux, Direktorin am Artscape Theatre in Kapstadt, sowie an den ebenfalls südafrikanischen Kabarettisten, Autor und Aktivisten Pieter Dirk Uys. Beide werden für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz gegen jede Form der Diskrimierung in der „Regenbogennation“ Südafrika ausgezeichnet. Ihre erfolgreichen und begeisternden Waffen im Kampf erst gegen die Apartheid und dann für den Erhalt einer pluralistischen und fairen Gesellschaft sind Integrität, Kunst und Humor.
 
Marlene Le Roux ist Direktorin am Artscape Theatre in Kapstadt. Dort leitet sie die Abteilung Publikumserziehung und Entwicklung und ist u.a. zuständig für Schulprogramme, die Unterstützung und Förderung neuer Künstler und Kunstfirmen. Zudem organisiert sie jährlich das Artscape Women‘s Festival, das sich über die Kunst mit Frauenrechten auseinandersetzt. Die von ihr inszenierten Programme haben das Ziel, sowohl das Selbstbewusstsein der Menschen zu fördern wie auch den Respekt untereinander. Mit ihrer Arbeit und Büchern versucht sie fest verankerte stereotype Bilder zu durchbrechen. Selbst seit ihrer Kindheit körperlich behindert, hat Marlene Le Roux den festen Glauben, dass sie damit ihren Beitrag leistet, damit aus Südafrika auch in der Realität eine „Regenbogennation“ wird.
Pieter Dirk Uys ist - vor allem als sein bekanntestes Alter Ego Evita Bezuidenhout - nicht nur „South Africa‘s most popular white woman“, sondern seit Jahrzehnten eine der bedeutendsten Stimmen der Menschlichkeit und des Humors in Südafrika. Mit seinem satirischen Kampf gegen die Apartheid wurde er weit über die Grenzen Südafrikas berühmt. Seine immense Popularität sowie seine schier unerschöpfliche humoristische Kreativität nützt der offen homosexuelle Sohn einer Berliner Jüdin heute vor allem für einen beispiellosen Einsatz gegen HIV/AIDS an Schulen in Südafrika sowie gegen jegliche Tendenzen neuer Ausgrenzungen und Freiheitsbeschränkungen im heutigen Südafrika.
„Eine künstlerische Inszenierung – das haben beide PreisträgerInnen erkannt – kann ungeheuer machtvoll sein, um festverankerte stereotype Bilder zu durchbrechen und Ungleichbehandlung aufzudecken. Und welche Stereotypen haben wir nicht selbst gepflegt? Wie ist unser Bild von „Afrika“, von seinen Menschen? Die beiden PreisträgerInnen halten uns den Spiegel vor. Seht her: auch das ist Afrika! Wann werdet auch Ihr nicht mehr diskrimierend über Hautfarben sprechen, wann nicht mehr über die Zuordnung zu einem bestimmten, a priori bipolar definierten Geschlecht?“, heißt es in der Begründung der unabhängigen Jury für den Deutschen Afrika-Preis 2012 unter dem Vorsitz von Oberkirchenrat Dr. Volker Faigle.
Der Deutsche Afrika-Preis wird seit 1993 von der Deutschen Afrika-Stiftung e.V. an herausragende Persönlichkeiten aus Afrika verliehen, die sich in besonderer Art und Weise für Frieden, Demokratie, Menschenrechte, Entwicklung und Kultur auf dem Kontinent verdient gemacht haben.
Überreicht wird der Deutsche Afrika-Preis jedes Jahr durch eine der führenden politischen Figuren der Bundesrepublik Deutschland, in diesem Jahr durch Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler. Die Verleihung des Deutschen Afrika-Preises 2012 findet im Dezember 2012 in Köln statt.
Ausführliche Porträts der Preisträger, Bildmaterial sowie Informationen zur Verleihung des Deutschen Afrika-Preises 2012, die im Herbst 2012 stattfinden wird, finden Sie demnächst hier.
Download der Pressemeldung mit ausführlicher Jurybegründung HIER
Download der Porträts der beiden Preisträger HIER
Pressekontakt
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