KW 16: In der Offensive

Pressespiegel vom 13.4.-20.4.

 

Simbabwe entlässt tausende Pflegekräfte

 

Am Dienstagabend verkündete der Vizepräsident Constantino Chiwenga die Entlassung von über 15.000 Krankenschwestern und Krankenpflegern, aufgrund ihrer Teilnahme an einem Streik. Tags zuvor hatte die Belegschaft der staatlichen Krankenhäuser die Arbeit niedergelegt, um mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Nach Angaben der Regierung sollen bereits große Summen an das Gesundheitsministerium geflossen sein, um die Missstände zu beheben. Als die Streikenden trotzdessen nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten, wurde allen Beteiligten fristlos gekündigt. In den staatlichen Kliniken des südafrikanischen Landes herrscht derweil Notbetrieb. Der entstandene Fachkräftemangel soll laut Chiwenga durch die Reaktivierung pensionierter Krankenschwestern und die Einstellung arbeitsloser Pflegekräfte ausgeglichen werden. Währenddessen rief die Gewerkschaft dazu auf, Streiks und Proteste fortzusetzen. Die Ausstattung in den Krankenhäusern Simbabwes sei miserabel, die Personalsituation vollkommen unzureichend und die Forderungen nach mehr Einkommen gerechtfertigt. Erst vor einigen Wochen hatten in Simbabwe die Ärzte lange gestreikt und Zugeständnisse bei der Bezahlung durchgesetzt. Nun drohen auch die Lehrer der öffentlichen Schulen mit einem Ausstand.

 

Südafrika startet Investitionsoffensive

 

Am Montag stellte der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa eine Initiative zur Stimulierung neuer nationaler und internationaler Investitionen vor, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Schaffung dringend benötigter neuer Arbeitsplätze vorantreiben soll. Das hoch ambitionierte Programm sieht u.a. eine Investitionskonferenz für den Spätsommer dieses Jahres vor, durch die Investitionen von mindestens 100 Mrd. US-Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren mobilisiert werden sollen. Neben der Ankündigung struktureller Wirtschaftsreformen wurden vier Sonderbeauftragte für Investitionen benannt, darunter hochrangige Wirtschaftsvertreter und ehemalige Minister, die Südafrika als Investitionsstandort bewerben und potentielle Investoren identifizieren und treffen sollen. Das Geschäftsklima in Südafrika hat sich während der neunjährigen Regierungszeit von Ramaphosas Vorgänger Jacob Zuma aufgrund ausufernder Korruption und des politisch unberechenbaren Umfelds drastisch verschlechtert. Allein die ausländischen Direktinvestitionen gingen von 76 Mrd. Rand (ca. 5,1 Mrd. Euro) im Jahr 2008 auf 17,6 Mrd. Rand (ca. 1,2 Mrd. Euro) in 2017 zurück. Ramaphosa, vor seiner Rückkehr in die Politik 2012 selbst jahrelang erfolgreicher Unternehmer, setzt damit ein Zeichen in Richtung Privatwirtschaft, nachdem die Debatte um die von der Regierungspartei ANC unterstützten entschädigungslosen Landenteignung dort für Unbehagen gesorgt hatte.

 

Und sonst?

 

Mohamed Salehs überragende Saison-Leistung wurde in dieser Woche mit einer Aufstellung im PFA Premier League Team of the Year belohnt. Diese Ehre wurde bisher nur 5 Afrikanern zuteil, der 25-jährige Offensivspieler ist zudem der erste Ägypter seit dessen Einführung 1973. Mit seinen bisher 30 Toren in der Liga hat er sich bereits zum treffsichersten Afrikaner aller Zeiten geschossen und schickt sich an auch noch den Rekord des besten Torschützen aller Zeiten (34 Tore) zu brechen. In Ägypten ist Saleh schon längst ein Nationalheld, dank seines Tores hat sich das Land nach 28 Jahren wieder für die Weltmeisterschaft 2018 qualifiziert. Nur einem kommt der Erfolg des Afrikas Fußballer des Jahres 2017 teuer zu stehen: Vodafone Ägypten. Seit Mitte März verspricht der Telekommunikationsanbieter der gesamten ägyptischen Kundschaft 11 Freiminuten für jedes seiner Tore. Laut eigener Angaben betrifft dies 36,3 Mio Menschen und das bedeutet pro erzieltem Tor einen Millionenverlust für das Unternehmen.

 

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