KW 42: Ehrgeizige Projekte

Pressespiegel vom 12.10. - 19.10.

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed ernennt neues Kabinett

Nachdem das äthiopische Parlament die Kabinettsvorschläge des Premierministers Abiy Ahmed einstimmig absegnete, ist nun die Hälfte der Ministerposten des Landes mit Frauen besetzt, unter anderem das Verteidigungsministerium, das Ministerium für Handel und Industrie und das neu geschaffene Friedensministerium. Zusätzlich wurde das Kabinett von 28 auf 20 Posten reduziert. Diese Neubesetzung und Verkleinerung sind nur zwei der Reformen, die der Premierminister seit seinem Amtsbeginn im April diesen Jahres durchgesetzt hat. Weitere Veränderungen beinhalten die Freilassung zahlreicher politischer Gefangener, eine stärkere Fokussierung auf die Privatisierung ehemaliger Staatsunternehmen und der historische Friedensschluss mit dem Nachbarland Eritrea. Äthiopien ist nun nach Ruanda das zweite afrikanische Land mit einem paritätisch besetzten Kabinett. Seine Entscheidung begründete Ahmed damit, dass Frauen einen großen Beitrag zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität geleistet hätten und weniger korrupt seien.

 

Geplanter Bau eines Riesenstaudamm im Kongo

Die Demokratische Republik Kongo plant ein 14 Milliarden US-Dollar teures gigantisches Wasserkraft-Projekt an den Ausläufern des Kongo Flusses, welches die Stromversorgung des Landes sicherstellen sowie im großen Stil Strom für den Export erzeugen soll. “Inga 3” soll die Stromproduktion auf 11 Gigawatt steigern, was einer Leistung von etwa acht Atomkraftwerken entspricht. Gebaut werden soll der Damm von einem Konsortium aus Spanien sowie einem weiteren aus China. Dabei ist das Projekt nicht unumstritten; neben der notwendigen Umsiedlung von mehreren tausend Menschen müssten für den Ausbau des Stromnetzes weitere Milliarden investiert werden. “Inga 3” ist ein weiterer Schritt in den ehrgeizigen Plänen der Regierung, das Land in den größten Stromproduzenten auf dem Kontinent zu verwandeln.

 

Und sonst?

Obiageli „Oby“ Ezekwesili ist nicht die erste Frau, die sich um die Präsidentschaft in Nigeria bewirbt, aber bei weitem die Bekannteste durch ihre Internet-Kampagne #BringBackOurGirls. Doch auch zuvor war die Wirtschaftsprüferin politisch aktiv. 2005 – 2007 war sie Ministerin unter Präsident Olusegun Obasanjo, arbeitete anschließend als Vizepräsidentin der Afrika-Abteilung für die Weltbank. Als Mitgründerin von Transparency International positioniert sie sich regelmäßig zu Korruptionsthemen. Ezekwesili kann zwar mit Unterstützung aus ihrer Herkunftsregion im Süden des Landes rechnen; ob dies jedoch gegen die etablierten Parteien reicht, ist mehr als zweifelhaft.

 

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