KW 12: Bitte keine Einmischung

Pressespiegel vom 18.03. - 24.03.2017

 

Demokratische Republik Kongo (DRC)

Die UN Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo steckt mal wieder in einer Krise. Zum einen läuft das Mandat der MONUSCO als teuerste und umfangreichste Friedensmission aller Zeiten nächste Woche aus und muss erneuert werden. Zum anderen wurde während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates deutlich, dass die momentane Ausgestaltung der Mission nicht den tatsächlichen Anforderungen an die aktuelle Sicherheitssituation des Landes entspricht. MONUSCO-Leiter Maman Sidikou musste eingestehen, dass sich die Sicherheitslage im Land erkennbar verschlechtert hat. Daher fordert er eine personelle Aufstockung, vor allem im Bereich der zivilen Polizeikräfte. Der Vizepremierminister und Außenminister des Landes, Léonard She Okitundu, wirft der MONUSCO dagegen Versagen vor und fordert einen Exit-Plan für die Mission. Trotzdem versprach er, die Suche nach den zwei im Kongo vermissten UN-Mitarbeitern zu intensivieren. In dieser Sache behauptet die MONUSCO hingegen, die nationale Armee behindere eher die Suche.

 

Simbabwe

Die Opposition in Simbabwe wirft der Wahlkommission vor, Präsident Mugabe zu einer weiteren fünfjährigen Amtszeit verhelfen zu wollen. Die Regierung hatte auf eigene Faust ein biometrisches Wählerregistrierungsprogramm angeschafft, obwohl dieses an sich durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) bereitgestellt werden sollte. In diesem Zusammenhang befürchtet die Opposition nun, dass eine Manipulation der Wahlen durch das eigenmächtig angeschaffte Registrierungsprogramm möglich sei. Die Wahlkommission war zu keiner Stellungnahme bereit, warum eine ursprünglich getroffene Vereinbarung zwischen Regierung, Opposition und UNDP im Hinblick auf die Geräte für die Wählerregistrierung nicht eingehalten wurde. Nun werden Forderungen nach einer von den UN durchgeführten Wahl im kommenden Jahr laut.

 

Und sonst?

Der Zyklon Enawo, welcher bereits in der zweiten Märzwoche über Madagaskar hinweggezogen war, hat weitreichende Schäden angerichtet, dessen Ausmaß sich nun konkreter feststellen lässt. Bisher belaufen sich die Zahlen auf 81 Tote, 253 Verletzte sowie mehr als 430.000 unmittelbar Betroffene. Angesichts dieser Zahlen hat das madagassische Außenministerium am Donnerstag nun die internationale Gemeinschaft um finanzielle Unterstützung gebeten. Dass dies erst jetzt geschah, begründen die Verantwortlichen mit der erschwerten Zugänglichkeit der betroffenen Gebiete. Um erste Hilfsmaßnahmen durchführen zu können, würden mindestens 18 Mio. Euro benötigt. Der südostafrikanische Inselstaat ist immer wieder von schweren Unwettern betroffen, zuletzt im Jahre 2012.

Veranstaltungstipp

Kunstausstellung "Bird Song"

Die Deutsche Bank KunstHalle präsentiert vom 24. März bis 18. Juni 2017 mit „Bird Song“ die erste institutionelle Einzelausstellung des südafrikanischen Künstlers Kemang Wa Lehulere in Deutschland.  

Kemang Wa Lehulere (*1984) zählt zu den bedeutendsten Vertretern einer jungen Generation südafrikanischer Künstler, die grenzüberschreitend in den unterschiedlichsten Genres und Medien arbeiten, um neue Perspektiven und Erzählweisen, aber auch Formen des sozialen Kommentars zu entwickeln. In seinem Werk, das sich aus Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Wandzeichnungen und -schnitten über Theater, Performance und Aktionen hin zu einer installativen Praxis erweitert hat, geht es zunächst um die verdrängte Geschichte seines Heimatlandes Südafrika.

Neben der Ausstellung werden verschiedene Veranstaltungen und ein Rahmenprogramm angeboten.

Weitere detaillierte Informationen hierzu finden Sie unter www.deutsche-bank-kunsthalle.de

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