KW 25: Am Verhandlungstisch

Pressespiegel vom 15.6.-22.6.

 

 

Eritrea möchte Delegation nach Äthiopien entsenden

 

Nachdem Äthiopiens Premierminister vor zwei Wochen angekündigt hatte, den Grenzkonflikt mit Eritrea durch die Akzeptierung des Friedensabkommens von 2000 beilegen zu wollen, plant der eritreische Machthaber Isaias Afwerki seinerseits eine Delegation nach Addis Abeba entsenden. Eine Reaktion aus Eritrea hatte zuvor lange auf sich warten lassen. Während seiner Rede am Gedenktag für die Opfer des Krieges mit Äthiopien erklärte Isaias, eine eritreische Delegation werde die neuen Entwicklungen beurteilen und man werde zusammen künftige Handlungen planen. Trotz der vielversprechenden Worte ließ es sich Isaias nicht nehmen, das Nachbarland für den lange schwelenden Grenzkonflikt verantwortlich zu machen und einem Teil der äthiopischen Regierungskoalition sein Misstrauen auszusprechen. Abiy, der eine Verbesserung der Beziehungen zu Eritrea im Interesse der Entwicklung der Region anstrebt, ließ sich durch den aggressiven Ton nicht beirren und bedankte sich per Videobotschaft  überschwänglich bei Präsident Isaias. Auch die internationale Gemeinschaft zeigte sich erfreut über die neuen Anzeichen einer politischen Annäherung der beiden Staaten.

 

Bewegung im Friedensprozess des Südsudans

 

Nicht nur für die Konflikte seines Landes bemüht sich der äthiopische Premierminister um Lösungen, auch regionalen Konflikten nimmt er sich an. Als momentaner Vorsitzender der Regionalorganisation IGAD (Intergovernmental Authority on Development) initiierte Abiy am Mittwoch in Addis Abeba ein Gespräch zwischen dem Präsidenten des Südsudans, Salva Kiir, und dem südsudanesischen Rebellenführer Riek Machar. Es war das erste persönliche Treffen von Kiir und Machar seit 2016. Den erhofften großen Durchbruch in dem seit bald fünf Jahren andauernden südsudanesischen Bürgerkrieg konnte es noch nicht bringen. Auf eine von der IGAD vorgeschlagene Übergangslösung konnten sich die beiden Parteien nicht einigen. Machar forderte mehr Zeit für einen umfassenden Friedensprozess. Es wurde jedoch ein weiteres Treffen für nächsten Donnerstag im Sudan vereinbart. Ziel ist es, einen Friedensvertrag bis zum Gipfel der Afrikanischen Union am 1.Juli neu zu formulieren, sodass vielleicht dem langjährigen Konflikt der seit 2013 bereits ca. 50.000 Todesopfer forderte, ein Ende gesetzt wird.

 

Und sonst?

Für interessierte Auswanderer macht Mauritius macht alles möglich, solang man die nötigen Devisen mitbringt. Für eine Million US-Dollar lässt sich nun die mauritische Staatsbürgerschaft erwerben. Wer gleich mit der ganzen Familie kommt, muss für jedes weitere Mitglied nur noch jeweils 100.000 US-Dollar drauflegen. Wenn es nicht gleich eine neue Staatsbürgerschaft sein soll, können Interessierte auch darüber nachdenken, bloß einen Pass von Mauritius zu erwerben. Der kostet nur eine halbe Million US-Dollar und erlaubt die visumsfreie Einreise in 121 Länder.

 

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