KW 7: Neue Führung gesucht

Pressespiegel vom 9.2. bis 16.2. 

 

Simbabwes Oppositionsführer Tsvangirai verstirbt nach langer Krankheit

 

Morgan Tsvangirai, Vorsitzender der größten Oppositionspartei MDC-T, ist in der Nacht zum Donnerstag nach zweijährigem Leiden an Darmkrebs verstorben. Der 65-jährige war der bekannteste Oppositionsführer seit der Unabhängigkeit Simbabwes und setzte sich unermüdlich für eine demokratische Erneuerung des Landes ein. Dabei setzte er stets auf friedliche politische Initiativen, obwohl er in seiner dreißigjährigen politischen Karriere mehrfach Verfolgung, Diffamierung, Haft und Lebensgefahr auf sich nehmen musste. 1999 gründete Tsvangirai mit Mitstreitern das Movement for Democratic Change (MDC), das sich 2005 in MDC-T (T für Tsvangirai) und MDC-N (N für Welshman Ncube) spaltete. Bei Präsidentschaftswahlen trat er mehrfach gegen den ehemaligen Präsidenten Robert Mugabe an, konnte das Amt aber nie für sich gewinnen. Nach den umstrittenen Wahlen 2008 bekleidete Tsvangirai in der ausgehandelten Koalitionsregierung von 2009 bis 2013 den Posten des Premierministers. Nur wenige Monate vor der diesjährigen Präsidentschaftswahl muss sich die Opposition nun neu aufstellen.

 

Äthiopischer Premierminister tritt überraschend zurück

 

Neben dem medial viel beachteten Rücktritt des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma kam es diese Woche zu einer weiteren Amtsniederlegung eines Regierungschefs auf dem afrikanischen Kontinent. Am Donnerstag erklärte der seit 2012 regierende Premierminister Hailemariam Desalegn seinen Rücktritt. Überraschend hieran ist vor allem der Zeitpunkt, Gerüchte um einen anvisierten Rücktritt nach dem für März angesetzten Parteitag der Regierungspartei EPRDF hatte es bereits gegeben. Mit seiner Entscheidung reagierte Desalegn auf die anhaltenden Proteste und möchte eigenen Angaben nach den Weg für demokratische Reformen öffnen. Die äthiopische Regierung hat seit Januar 6.400 politische Gefangene freigelassen, darunter diese Woche auch den Oppositionsführer Bekele Gerba sowie den seit 7 Jahren inhaftierten Journalisten Eskinder Nega. Dennoch halten die Unruhen im Land weiterhin an. In der bevölkerungsreichen Oromia-Region kam es diese Woche zu einem dreitägigen Streik, der das gesamte öffentliche Leben zum Erliegen brachte. Das Parlament muss nun den Rücktritt Desalegns annehmen und einen neuen Regierungschef bestimmen. Bis dahin bleibt Desalegn geschäftsführend im Amt.

 

Und sonst?

 

Bob Marley ist bis heute eine Ikone. Ein Monument des weltberühmten Reggae Musikers soll nun in Mbare, dem ältesten Township in Simbabwes Hauptstadt Harare, errichtet werden. Geplant ist ein acht Meter hohes bronzenes Monument. Die südafrikanischen Künstler Andre Prinsloo und Ruhan Janse van Vuuren, die ihren Bekanntheitsgrad durch die Skulptur Mandelas in Pretoria erworben haben, werden nun auch das Marley Monument verwirklichen. Bob Marley trat im Jahre 1980 in Simbabwe pro bono zu den Unabhängigkeitsfeierlichkeiten auf. Es blieb das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, in dem der Sänger je ein Konzert gab. Bereits 1978 hatte er zudem den Freiheitskämpfern von Simbabwe den gleichnamigen Song „Simbabwe“ gewidmet. Das Monument soll vor allem Touristen nach Harare locken.

 

 

 
   

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