Fachgespräch mit Dr. Obama: Afrooptimismus

Laut einer aktuellen Studie des Allensbach Instituts verbinden die meisten Deutschen mit „Afrika“ die Begriffe Hunger (98%), Krankheiten (95%) und Flucht (89%). Lediglich eine Minderheit assoziiert Chancen (39%) und Wirtschaftswachstum (17%) mit dem Kontinent. Dabei zeigt eine differenzierte Betrachtung, dass viele positive Entwicklungen in Afrika in der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden.

 

Was genau ist „richtig gelaufen“ in vielen afrikanischen Ländern? Wie können gerade diese positiven Entwicklungen von der deutschen Politik nachhaltig gefördert werden? Wie beeinflussen Medien und Hilfsorganisationen ein von Hunger und Not geprägtes Afrikabild?

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19.03.
2019

Fachgespräch mit Dr. Obama: Afrooptimismus

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Laut einer aktuellen Studie des Allensbach Instituts verbinden die meisten Deutschen mit „Afrika“ die Begriffe Hunger (98%), Krankheiten (95%) und Flucht (89%). Lediglich eine Minderheit assoziiert Chancen (39%) und Wirtschaftswachstum (17%) mit dem Kontinent.

 

Dabei zeigt eine differenzierte Betrachtung, dass viele positive sozioökonomische und politische Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. So hat sich beispielsweise das Pro-Kopf-Einkommen in Subsahara-Afrika seit 1990 mehr als verdoppelt, die Kindersterblichkeit hat sich im gleichen Zeitraum etwa halbiert. Auch im politischen Bereich ist die Entwicklung vielschichtig. Während vor 1990 nur vereinzelt Mehrparteienwahlen durchgeführt wurden (11%) und das Bild des Kontinents von Militärdiktaturen und Einparteiensystemen geprägt war, hat sich das Verhältnis inzwischen umgekehrt. Mehr als 90% aller Länder sind im Jahr 2019 formal Mehrparteiendemokratien, auch wenn die demokratische Substanz zwischen den einzelnen Ländern stark variiert.

 

Was genau ist „richtig gelaufen“ in vielen afrikanischen Ländern? Wie können gerade diese positiven Entwicklungen von der deutschen Politik nachhaltig gefördert werden? Wie beeinflussen Medien und Hilfsorganisationen ein von Hunger und Not geprägtes Afrikabild?

 

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Diskussion, zu der Sie Dr. Bärbel Kofler MdB gemeinsam mit der Deutschen Afrika Stiftung und dem GIGA German Institute of Global and Area Studies herzlich einlädt.

 

Begrüßung

Christoph Matschie MdB, Sprecher des Gesprächskreises Afrika
der SPD-Bundestagsfraktion

 

Diskussion

Dr. Auma Obama, Gründerin der Auma Obama Foundation – Sauti
Kuu in Kenia

Dr. Bärbel Kofler MdB, Beauftragte der Bundesregierung für
Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe

Prof. Dr. Matthias Basedau, Direktor des GIGA Instituts für
Afrika-Studien

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Datum: 19.03.2019
Uhrzeit: 18:30
Ort: Deutscher Bundestag


18.03.
2019

Unter dem Baobab: Lesung mit Johannes Dieterich

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Lesung und Diskussion mit Johannes Dieterich, Afrikakorrespondent der Frankfurter Rundschau.

 

Mit dem ersten demokratisch gewählten Präsidenten Nelson Mandela feierte Südafrika 1994 gemeinsam mit der Weltöffentlichkeit das „Wunder vom Kap“ und das endgültige Ende der Apartheidspolitik. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist der anfängliche Optimismus bei weiten Teilen der Bevölkerung einer allgemeinen Enttäuschung gewichen. Korruptionsvorwürfe und Günstlingswirtschaft überschatten die Politik des regierenden ANC. Die höchste Einkommensungleichheit weltweit stellt das soziale Gefüge der südafrikanischen Gesellschaft und damit auch die Versöhnungspolitik stark auf die Probe.

Die verschiedenen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, aber auch Errungenschaften Südafrikas porträtiert Johannes Dieterich in seinem Buch. Welche Entwicklungen gefährden Mandelas Erbe? Welche Veränderungen lassen sich seit dem Amtseintritt des Präsidenten Cyril Ramaphosas beobachten? Was für Aussichten hat die Regenbogennation im Wahljahr 2019?

Die Deutsche Afrika Stiftung in Partnerschaft mit dem Deutsch-Südafrikanischem Forum (i.G.) lädt Sie herzlich zu einer Diskussion mit unserem Gast Johannes Dieterich ein.

 

Johannes Dieterich ist Afrikakorrespondent zahlreicher deutschsprachiger Tageszeitungen und Magazine wie der Frankfurter Rundschau, der Berliner Zeitung sowie des Wirtschaftsmagazins Brandeins. Der studierte Theologe und Geschichtswissenschaftler lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Johannesburg.

2017 erschien sein Buch „Südafrika - Ein Länderporträt“.

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Datum: 18.03.2019
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin


12.03.
2019

Fachgespräch: Afrika in den deutschen Medien - zwischen Stereotypen, Klischees und Realismus

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Die Staaten des afrikanischen Kontinents befinden sich auf vielen Ebenen in einem rasanten Wandel. Eine Anpassung durch eine differenzierte Berichterstattung in den deutschen Medien scheint hingegen kaum stattzufinden. Medienhäuser haben im Gegenteil ihre Präsenz vor Ort merklich durch die Streichung von Büros und Auslandskorrespondenten reduziert. So verstetigen sich oftmals in der Berichterstattung über Afrika zwei Stereotype: Das vom Chancenkontinent mit aufstrebenden Märkten und großen Möglichkeiten für ausländische Investoren. Auf der anderen Seite grassierende Korruption, Dürre, Hungersnöte, Wahlbetrug, Gewalt und Epidemien. Andere Facetten der Entwicklung werden dabei oft ignoriert: das wachsende Selbstbewusstsein einer neuen Generation aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, die Realitäten der wachsenden Mittelschichten, die neuen politischen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen. Ebenso wird die Tatsache häufig übersehen, dass auf dem Kontinent zwischen Marokko und Südafrika 54 hochgradig unterschiedliche Staaten liegen.

 

Vor diesem Hintergrund veranstaltete die DAS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle und Omid Nouripour MdB, außenpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion und Vorstandsmitglied der DAS, eine Podiumsdiskussion in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Im Fokus der Diskussion stand, inwiefern eine facettenreiche Berichterstattung, fernab von Klischees, hin zu mehr Komplexität, in die deutschen Medien gelangen kann.

 

Veye Tatah, Chefredakteurin von Africa Positive, betonte die Veränderung innerhalb der deutschen Medienlandschaft: Wurde vor 20 Jahren noch ein katastrophales Afrikabild produziert, habe sich dieses spätestens seit der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika verändert und wurde differenzierter. Es werde nicht mehr nur von „dem einen Afrika“ gesprochen, sondern länderspezifische Berichterstattung verfolgt. Durchaus kritisch sah Markus Herold die Rolle der Zeit, welche deutlich weniger afrikarelevante Berichterstattung verfolge als beispielsweise die taz oder die Deutsche Welle.  Dies liege zum einen daran, dass bedeutend weniger Auslandskorrespondenten eingesetzt würden und zum anderen an sprachlichen Defiziten und Hindernissen beim Kontaktaufbau. Die taz setze hingegen auf freie Journalisten und könne auf ein Netzwerk zurückgreifen, um ein möglichst differenziertes Afrikabild zu präsentieren. Alle anwesenden Redakteure betonen, dass ein vielschichtiges Bild des afrikanischen Kontinents nicht nur in der Zeitung, sondern auch in Film und Fernsehen notwendig ist.

 


Begrüßung
Omid Nouripour MdB, Außenpolitischer Sprecher der Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion, Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika Stiftung

 

Diskussion
Georg Löwisch, Chefredakteur der „Tageszeitung" (taz)
Markus Horeld, Stv. Chefredakteur von Zeit Online
Veye Tatah, Chefredakteurin von Africa Positive

 

Moderation
Thomas Mösch, Stv. Leiter der Afrika-Programme der Deutschen Welle

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Datum: 12.03.2019
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutsche Parlamentarische Gesellschaft


19.02.
2019

1. Runder Tisch Wirtschaft: Der Entwicklungsinvestitionsfonds

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Beim ersten Runden Tisch im Jahr 2019 stand der Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung im Fokus der Prodiumsdiskussion. Die Bundesregierung arbeitet momentan gemeinsam mit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und der KfW Entwicklungsbank an der Operationalisierung und Umsetzung des Fonds. Dieser soll unter dem politischen Rahmen des G20 Compact with Africa bis 2021 insgesamt eine Milliarde Euro für privatwirtschaftliche Investitionen in Afrika bereitstellen.

 

Christiane Laibach, Sprecherin der DEG-Geschäftsführung, erläuterte beim Runden Tisch die Ausgestaltung des Entwicklungsinvestitionsfonds: Der Fonds AfricaConnect der DEG verfügt über 400 Mio. Euro und soll Investitionen deutscher und europäischer kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) in afrikanischen Ländern unterstützen. Mit weiteren 400 Mio. Euro soll der Fonds AfricaGrow der KfW Entwicklungsbank Darlehen an afrikanische KMUs vergeben. Laibach kündigte an, dass die Umsetzung noch im ersten Halbjahr 2019 beginnen könne. Darüber hinaus ist der Aufbau eines „Wirtschaftsnetzwerks Afrika“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geplant. Mit einem Budget von 200 Mio. Euro sollen Beratungsangebote für Unternehmen ausgebaut und gebündelt werden.

 

Welche Chancen das Vorhaben für deutsche Unternehmen bietet, schätzte Isabella Grögor-Cechowicz ein, Leiterin des Bereichs Global Public Services der SAP SE und Vize-Vorsitzende der Subsahara Afrika-Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI). Mit Blick auf deutsche KMUs betonte sie, sie bräuchten eine enge Betreuung und Beratung, um in afrikanischen Ländern investieren zu können: Deutsche Unternehmen, denen dies mit Erfolg gelungen sei, hätten sich stark an die lokalen Bedingungen angepasst. Deutsche Geschäftsmodelle nach Afrika zu kopieren, sei hingegen weniger erfolgversprechend.

Die internationale Herausforderung sei nun, dass die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas auch von anderen Industrieländern stärker gefördert werden müsse, schilderte Prof. Dr. Lars-Hendrik Röller, Chefunterhändler der Bundesregierung auf G7- und G20-Gipfeln. Die Bundesregierung setze sich auf Ebene der G7 und G20 dafür ein, dass das Thema weiterhin auf der Agenda stehe. Es sei zu überlegen, mit welchen Afrikainitiativen dies während der aktuellen G7-Präsidentschaft Frankreichs gelingen könne. Außerdem müsse die Afrikapolitik auf europäischer Ebene enger abgestimmt werden.

 

Im beigefügten PDF-Dokument finden Sie eine Übersicht des Entwicklungsinvestitionsfonds und begleitender Maßnahmen sowie weiterer Afrika-Initiativen der Bundesregierung.

 

Die Veranstaltung war der 10. Runde Tisch seit Beginn der Reihe in 2014 unter Schirmherrschaft von Andreas Lämmel MdB und in Partnerschaft organisiert mit dem DIHK.

 

 

Begrüßung

Andreas Lämmel MdB, Vorsitzender des Arbeitskreises Afrika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika Stiftung

Dr. Ilja Nothnagel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

 

Diskussion

Prof. Dr. Lars-Hendrik Röller, Wirtschafts- und finanzpolitischer Berater der Bundeskanzlerin und Chefunterhändler der Bundesregierung auf G7- und G20-Gipfeln.

Christiane Laibach, Sprecherin der Geschäftsführung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

Isabella Grögor-Cechowicz, Senior Vice President, General Manager Global Public Services, SAP SE

 

Schlusswort

Andreas Lämmel MdB

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Datum: 19.02.2019
Uhrzeit: 18:30
Ort: Deutscher Bundestag


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