19.3.2026, Berlin
Parlamentarisches Frühstück: Lokale Initiativen – globale Perspektiven
Kommunen als Schlüssel zu einer strategischen Partnerschaft mit Afrika

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit ist ein zentraler, aber oftmals unterschätzter Baustein der deutschen Afrikapolitik. Städte, Gemeinden und Landkreise verfügen über wertvolles dezentrales Fachwissen, das schnellere, bedarfsgerechte Entscheidungen ermöglicht und auf diese Weise zu einer effizienten und ressourcenschonenden Entwicklungszusammenarbeit beiträgt.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller Dynamiken und geopolitischer Herausforderungen in einer multipolaren Welt gewinnt dieser kommunale Ansatz an Bedeutung. Eine langfristig erfolgreiche deutsche Afrikapolitik kann nur gelingen, wenn internationale Zusammenarbeit nicht ausschließlich auf bundespolitischer Ebene gedacht wird, sondern auch die Kommunen systematisch einbezogen werden. Denn diese können ein zentrales Bindeglied zwischen übergeordneten entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung und einer Umsetzung, die die Bevölkerung miteinbezieht, darstellen.

Deutlich wird dies am Beispiel der Europäischen Metropolregion Nürnberg mit ihrem Multi-Akteurs-Netzwerk „Initiativkreis Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit Afrika“. Hier arbeiten Kommunen, Zivilgesellschaft, Hochschulen, Wirtschaft und engagierte Einzelpersonen im Initiativkreis EZ Afrika zusammen und bündeln ihre Erfahrungen und Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern. Außerdem fördert hier die Einbindung der Diaspora-Gemeinschaften den Wissenstransfer und die Vernetzung mit wichtigen Kooperationspartnerinnen und -partnern, wodurch eine vertrauensvolle und tragfähige Projektzusammenarbeit unterstützt wird.

Doch wie sieht kommunale Entwicklungszusammenarbeit konkret aus? Was kann sie leisten und wieso ist es wichtig, sie langfristig als kommunale Aufgabe zu etablieren? Wie kann eine Finanzierung über eine reine Projektausrichtung hinaus gelingen? Und kann kommunale Entwicklungszusammenarbeit, die durch Städte- und Projektpartnerschaften für die eigenen Bürgerinnen und Bürger greifbarer ist, die gesellschaftliche Akzeptanz für Entwicklungszusammenarbeit insgesamt erhöhen?

Diese und weitere Fragen standen im Zentrum des Parlamentarischen Frühstücks, zu dem Herr Jürgen Coße MdB in Zusammenarbeit mit der Deutschen Afrika Stiftung und dem Initiativkreis Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit Afrika der Metropolregion Nürnberg einlud.

 

Programm

 

Begrüßung:

Jürgen Coße MdB, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Leiter SPD-Gesprächskreis Afrika und Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika Stiftung

 

Impulse:

„Der Initiativkreis Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit Afrika“: Anna Spaulding, Leiterin des Initiativkreises Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit Afrika der Metropolregion Nürnberg

„Dezentrales Fachwissen bei der Umsetzung von Entwicklungsprojekten“: Ralf Mützel, Leiter des Amtes für Nachhaltigkeit der Stadt Neumarkt i.d.OPf.

„Einbindung der Diaspora in die Zusammenarbeit“: Stephanie Wimmer, Partnerschaftsbeauftragte Togo im Bürgermeisteramt der Stadt Nürnberg

„Kommunale Multiplikator- und Scharnierfunktion und konkrete Umsetzung von Bundesprogrammen“: Philipp Abel, Leiter des Nachhaltigkeitsbüros der Stadt Fürth

 

Schlusswort:

Jürgen Coße MdB, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Leiter SPD-Gesprächskreis Afrika und Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika Stiftung

 

Moderation:

Sabine Odhiambo, Generalsekretärin, Deutsche Afrika Stiftung

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