Vor dem Hintergrund jüngster hochrangiger Gespräche zwischen Deutschland und Kenia, die auf eine vertiefte Kooperation insbesondere im sicherheitspolitischen und multilateralen Kontext abzielen, rückt die Frage zunehmend in den Fokus, welche Bedeutung belastbare Partnerschaften zwischen europäischen und afrikanischen Staaten in einer sich wandelnden internationalen Ordnung einnehmen. Auch Überlegungen, wie Multilateralismus konkret ausgestaltet werden kann und welche Rolle Deutschland und Kenia dabei als strategische Partner übernehmen können, gewinnen dabei an Relevanz.
Wie kann eine zukunftsfähige Partnerschaft zwischen Europa und Afrika konkret aussehen? Welche Erwartungen verbinden Deutschland und Kenia mit einer regelbasierten internationalen Ordnung, und wie können beide Länder gemeinsam zur Stärkung multilateraler Strukturen beitragen? Welche Rolle spielen dabei Fragen der Sicherheitskooperation, wirtschaftlichen Resilienz, internationalen Diplomatie und globalen Verantwortung? Und wie lassen sich gemeinsame Interessen in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung wirksam vertreten? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der Diskussion, zu der die Deutsche Afrika Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen eines Delegationsbesuchs von kenianischen Abgeordneten des Ausschusses für Auswärtiges und Verteidigung herzlich einluden.
Programm
Begrüßung:
Dr. Stefan Friedrich, Leiter des Teams Afrika südlich der Sahara, Konrad-Adenauer-Stiftung
I.E. Stella Mokaya Orina, Botschafterin der Republik Kenia
Diskussion:
Gesa Bräutigam, Beauftragte für Subsahara-Afrika und Sahel, Auswärtiges Amt
Fred Ikana MP, Kenianischer Abgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Auswärtiges und Verteidigung
Judy Njau, Deputy Director und Leiterin der Abteilung für Europa und das Commonwealth, Außenministerium der Republik Kenia
Schlusswort:
Sabine Odhiambo, Generalsekretärin, Deutsche Afrika Stiftung
Moderation:
Mathias Kamp, Leiter des Auslandbüros Kenia, Konrad-Adenauer-Stiftung