Afrikapost aktuell: Transformation der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in Afrika – aber wie? Zukunftsbezogene Lehren aus sechs Jahrzehnten mäßig erfolgreicher Kleinbauernförderung

In Folge des Ukrainekriegs stellen unterbrochene Lieferketten und steigende Lebensmittelpreise derzeit viele afrikanische Volkswirtschaften vor enorme Herausforderungen, mancherorts ist die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln gefährdet. Doch das Thema der Ernährungssicherheit steht nicht erst seit dem Konflikt im Osten Europas hoch auf der Agenda vieler afrikanischer Staaten. Forderungen nach einer Transformation der Landwirtschaft, die sich in Subsahara-Afrika zu 76% aus kleinbäuerlichen Betrieben unter 2ha Nutzfläche zusammensetzt, werden vor diesem Hintergrund auch in der Entwicklungspolitik wieder lauter. Angesichts langfristiger Herausforderungen wie etwa der wachsenden Bevölkerung, der Degradierung natürlicher Ressourcen und den Folgen des Klimawandels ist eine Produktivitätssteigerung kleinbäuerlicher Betriebe auf ökologisch nachhaltige Weise dringend geboten. Diese Erkenntnis ist nicht neu, dennoch haben entwicklungspolitische Maßnahmen im Bereich der Kleinbauernförderung in der Vergangenheit nicht immer den gewünschten Erfolg gebracht. Woran liegt das und wie kann eine nachhaltige Produktivitätssteigerung gelingen?

4.4.2022, Prof. Dr. Theo Rauch
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