30.11.2021, 18:00 Uhr, St. Matthäus-Kirche, Berlin
Jüdische Flüchtlinge aus Deutschland im Apartheid-Staat Südafrika
Gesprächskonzert zum Jubiläum „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“

Am 11. Dezember 321 dekretierte der römische Kaiser Konstantin auf Antrag des Stadtrats von Köln die Gleichberechtigung der Juden in seinem Reich. Zum 1700 Jahre Jubiläum wurde unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Verein „2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ gegründet, unter dessen Namen über 1000 Veranstaltungen ausgerichtet werden.

Zu diesem Jubiläum gehört auch das Leben deutscher Juden, die vor dem Holocaust ins Ausland fliehen mussten – so wie die Familie von Ruth Weiss nach Südafrika. In Südafrika wurden die Flüchtlinge mit dem extremen Rassismus des Apartheidregimes konfrontiert. Deshalb unterstützten jüdische Emigranten aus Deutschland den Kampf gegen die Apartheid, darunter auch die heute 97-Jährige herausragende Afrika-Journalistin und Autorin Ruth Weiss mit Artikeln für den Guardian, die Financial Times, die Deutsche Welle und andere Medien sowie mit ihren Büchern. „Meine Schwester Sara“, ihr erfolgreichster Roman (17 Auflagen, zeitweilig Pflichtlektüre für die obere Gymnasialstufe in Baden-Württemberg), handelt in dieser Problemkonstellation. In ihrer Autobiografie „Wege im harten Gras“ berichtet Ruth Weiss über das Leben der deutschen jüdischen Flüchtlinge in Südafrika.

Vor diesem Hintergrund luden die Ruth Weiss Gesellschaft e.V. und die Deutsche Afrika Stiftung mit freundlicher Unterstützung des Afrika-Hauses Berlin, des Anne Frank-Zentrums Berlin, der Botschaft der Republik Südafrika, des Deutsch-Südafrikanischen Forums e.V., und Pactum Africa-num – Verein zur Förderung des Abrahamitischen Dialogs in Afrika e.V. zum Gesprächskonzert mit Ruth Weiss ein.  Lieder von Miriam Makeba, vorgetragen von der Sängerin Jarita Freysank und dem Gitarristen Arenor Anuku, wechseln mit dem gesprochenen Wort.

 

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Programm:

 

Einführung :  

Lutz Kliche, Literaturvermittler und Lektor, Ruth Weiss Gesellschaft

 

Begrüßung:

Pfarrer Hannes Langbein, Direktor der St. Matthäus Stiftung

Imamin Seyran Ates, Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Berlin

 

Vortrag:

Ruth Weiss: Die Rolle der deutschen Juden in Südafrika während des Apartheidregimes

Lesung:   „Meine Schwester Sara“

Imamin Seyran Ates,

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Vorsitzender von Pactum Africanum – Verein zur Förderung des Abrahamitischen Dialogs in Afrika e.V.

 

Grußwort:           

S.E. Phumelele Stone Sizani, Botschafter der Republik Südafrika

 

Diskussion:       

Ruth Weiss, Journalistin und Autorin

S.E. Phumelele Stone Sizani

Dr. Uschi Eid, Präsidentin der Deutschen Afrika Stiftung

Imamin Seyran Ates

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate

 

Moderation: 

Hans-Werner Bussmann, Deutsch-Südafrikanisches Forum e.V.

 

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