1.7.2021, 15:30 - 17:00 Uhr, online
Online-Diskussion: 10. Jahrestag der Unabhängigkeit des Südsudan: Gebrochene Versprechen, aktuelle Herausforderungen und der Weg in die Zukunft

Am 9. Juli 2011 jubelten die Menschen auf den Straßen von Juba und feierten die Unabhängigkeit des neuen Staates Südsudan. Nach Jahrzehnten der Kämpfe mit dem muslimisch geprägten Norden versprach ein eigener Staat Aufbruch, Selbstbestimmung und sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung. Diese Aufbruchsstimmung hielt jedoch nur kurz an. 2013 eskalierten die langanhaltende Machtstreitigkeiten innerhalb der südsudanesischen Führung zu einem offenen Bürgerkrieg, der rund 400.000 Menschenleben kostete.

Erst nach sieben Jahren konnte 2020 kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie ein Friedensvertrag umgesetzt werden. Da zuvor mehrere Abkommen gebrochen wurden, ist der Bestand über ein Jahr hinaus ein positives Zeichen, aber noch ist unklar, ob der Südsudan auf dem Weg zu mehr Stabilität ist. Unklar ist auch, ob und wie die politischen Strukturen im Südsudan umgestaltet werden können, um einen Rückfall des Landes in den Bürgerkrieg zu verhindern. Diese Frage ist umso dringlicher, als im Zuge des Friedensprozesses Neuwahlen geplant sind, die für die dann unterlegene Seite Anlass sein könnten, erneut zu Gewalt zu greifen.

Zehn Jahre nach der Unabhängigkeit des Südsudans diskutieren wir die Gründe für die massiven Probleme des jungen Staats, warfen einen Blick auf die Folgen des Bürgerkriegs und diskutierten mögliche Lösungsansätze.

 

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Programm:

Grußwort:
David Schwake, Generalsekretär, Deutsche Afrika Stiftung

Diskussion:
Ambassador (ret.) Susan D. Page, JD, Professor of practice in international diplomacy, University of Michigan and former U.S. Ambassador to South Sudan, 2011-2014
Fr. James Oyet Latansio, PhD, General Secretary, South Sudan Council of Churches
Irene Panozzo, PhD, Political advisor to EU Special Representative for Horn of Africa
Prof. Dr. Melha Rout Biel, Executive Director, Centre for Strategy and Policy Studies

Moderation:
Ingo Henneberg, Wissenschaftlicher Referent, Deutsche Afrika Stiftung

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